125 Jahre Volksbank Bönen eG

Jubiläum am 01. März 2021

Wir begrüßen Sie ganz herzlich zu unserem 125-jährigen Jubiläum - aktuell coronabedingt nur in digitaler Form. An dieser Stelle möchten wir uns insbesondere bei Ihnen, liebe Mitglieder/-innen, Kunden/-innen und Geschäftspartnern/-innen ganz herzlich für Ihre Treue bedanken.

Gerne würden wir in unserem Festjahr mit Ihnen in versammelter Runde auf die vergangenen 125 Jahre zurückblicken und in der ein oder anderen Erinnerung schwelgen. Die anhaltende Corona-Situation lässt aber persönliche Begegnungen und damit verbunden einen persönlichen Austausch (noch) nicht zu.

Wir setzen aber unsere ganze Hoffnung auf das nächste Jahr 2022, in dem wir dann unsere Jubiläumsfeier im Sommer mit Ihnen gemeinsam nachholen und genießen möchten.

In der Zwischenzeit können Sie einen Blick auf die vergangenen 125 Jahre werfen. Wir haben für Sie im Folgenden einige bedeutende Meilensteine aufbereitet.

Im Frühsommer 2021 auf der Vertreterversammlung werden wir zudem unsere ausführliche Jubiläumschronik offiziell präsentieren. Freuen Sie sich schon jetzt auf viele Erinnerungen und auf die erfolgreichen Menschen, die die Entwicklung der Volksbank Bönen eG bis heute - 125 Jahre nach Ihrer Gründung - vorangetrieben haben. Auch bei Ihnen möchten wir uns recht herzlich bedanken.

 

Firmenchronik der Volksbank Bönen eG – 125 Jahre aus der Region – für die Region

Der erste Rendant Heinrich Lohmann mit seiner Ehefrau und seinem Sohn

Einsichtige, verantwortungsbewusste und engagierte Männer haben am 1. März 1896 den "Bönener Spar- und Darlehnskassenverein eGmuH" (kurz Spadaka) gegründet. Es waren 15 Landwirte, 13 Handwerker, 3 Kaufleute und 5 Gastwirte, die sich nach dem Leitspruch "Einer für alle, alle für einen" des Begründers der Genossenschaften, Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, zusammenschlossen.

Im Gründungsprotokoll des Jahres 1896 wurde festgelegt, welche Zielsetzung der neugegründete Spar- und Darlehnskassenverein haben sollte:

1. die Erleichterung der Geldanlage und Förderung des Sparsinns

2. die Gewährung von Darlehen an die Genossen für ihren Wirtschaftsbetrieb.

Das Betriebskapital betrug bei der Gründung 25.000 Mark. Die RendantensteIle wurde nebenamtlich besetzt; als Kassenraum diente ein Zimmer in der Wohnung des Rendanten Heinrich Lohmann in Bönen, Kirchplatz 27. Die Gesamteinlagen im ersten Geschäftsjahr betrugen 9.327 Mark.

Die Jahre um die Jahrhundertwende brachten eine weitere stete Aufwärtsentwicklung,

die durch den ersten Weltkrieg unterbrochen wurde. Nachdem 1919 der Scheck- und Überweisungsverkehr eingeführt wurden, beeinflusste die starke wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Bönen auch den weiteren Aufstieg der Spadaka, der dann allerdings durch die Inflation zum Stillstand kam und sogar die Spadaka in eine bedrohliche Notlage brachte. Aller Schwierigkeiten zum Trotz, gelang es die Genossenschaft wieder auf sicheren Grund zu stellen.

Im Jahr 1927 wurde das erste Geschäftslokal mit dem Rendanten, zwei Angestellten und einem Lehrling bezogen. Als in den 1930er Jahren die große Arbeitslosigkeit und die angespannte Wirtschaftslage die Spadaka vor schwere Herausforderungen stellten, gehörten ihr bereits 189 Genossen an.

Das Jahr 1938 ließ den Wunsch nach einem eigenständigen Bankgebäude in Erfüllung gehen, als ein Mitglied der Verwaltung die Baukosten für einen Umbau in zentraler Lage am Bahnhof in Bönen finanzierte. 1939 ging dieses Gebäude dann in den Besitz der Spadaka über.

Die Jahre des zweiten Weltkrieges um 1945 waren von vielen arbeitstechnischen Schwierigkeiten, die den Geschäftsablauf massiv einschränkten, geprägt. Nach der Währungsreform begann bald ein neuer Aufschwung: höhere Bilanzsummen sowie Umsatzzahlen und dazu ein stetig steigender Mitgliederbestand zeigten, wie konsequent und zielsicher Geschäftsführung und Verwaltung die Fortentwicklung der Kasse trotz der harten Zeit vorangetrieben haben.

Die positive Entwicklung in den Folgejahren machte 1965 die Eröffnung einer Zweigstelle erforderlich. An der Bahnhofstr. 208 wurde aufgrund der starken Kundenzunahme eine weitere Geschäftsstelle eröffnet. Im Jahr 1968 folgten die Zweigstellen in den Ortsteilen Lenningsen, Nordbögge und Altenbögge.

In den Folgejahren wurden die Geschäftsvorgänge, beispielsweise durch die Umstellung der Buchhaltung auf das Lochkartenverfahren (1963) oder der Einführung der Mikrofilme (1971), deutlich einfacher, schneller und sicherer abgewickelt. Die Kasse für „Jedermann“ umfasste am 31.12.1970 bereits 1.781 Mitglieder. Die Mitgliederzahl entwickelte sich schnell nach oben, sodass in der Folge keine Generalversammlungen mehr, sondern bereits seit 1974 Vertreterversammlungen einberufen werden.

Auf die Fertigstellung des neuen Bankgebäudes am heutigen Standort, Bahnhofstr. 125, im Jahr 1975, folgte eine schnelle Wachstumsphase der Bank. Die Mitgliederzahl lag bereits bei 3.533, die Bilanzsumme wuchs auf 32 Mio. DM an. In den Folgejahren setzte sich der Wachstumstrend fort. Die Zweigstellen wurden erweitert bzw. in Nordbögge an einen größeren Standort verlegt. Das Jahr 1980 war zudem ein besonderes Jahr: die Umfirmierung der Spar- und Darlehenskasse Bönen in Volksbank Bönen eG fand statt. In den 80er Jahren folgte die Bank dem Technisierungstrend, sodass es häufig zu Umbaumaßnahmen und Erweiterungen der Geschäftsausstattung kam. Zum 100-jährigen Jubiläum der Bank im Jahr 1996 war die Hauptstelle zusätzlich mit einem Dachgeschoss versehen worden, um den Mitgliedern und Kunden der Bank im Erdgeschoss Raum für eine diskrete Beratung und eine großzügige SB-Zone zu bieten.

Mit dem Wechsel in das neue Jahrtausend folgte 2001 die Schließung des Standorts in Lenningsen, der sich nicht mehr als rentabel erwies.

Eng verbunden mit der Region ist die Volksbank Bönen eG seit jeher

Die Euro-Einführung 2002 setzte den Rahmen für ein späteres einheitliches Zahlungsverkehrssystem (S€PA). Es erfolgten in den 2000er Jahren immer wieder Anpassungen an den technischen Fortschritt. Durch ein über die Jahre verändertes Kundenverhalten und den Einfluss der Digitalisierung wurden im Jahr 2017 die Zweigstellen Nordbögge und Altenbögge zusammengelegt. Die Zweigstelle an der Mühle wurde bedarfsgerecht in eine SB-Filiale umgebaut. Mit der Fertigstellung der Bauprojekte Raiffeisen-Karree im Jahr 2019 und dem Forum am Gleis im Jubiläumsjahr 2021 wurde eine neue Einnahmequelle aus Mieterträgen erschlossen, um die Ertragsseite der Bank zu stärken und die dahingeschmolzenen Zinserträge aus der Niedrigzinsphase aufzufangen. Mit dem Umzug der Zweigstelle am Marktplatz in ein größeres Nachbargebäude im Ortsteil Altenbögge, bekennt sich die Volksbank Bönen eG gegenüber den heutigen 6.682 Mitgliedern sowie ihren Kunden auch zukünftig zu der persönlichen Beratung an zwei Standorten in der Gemeinde – ganz getreu ihres Leitgedankens „Aus der Region – für die Region“.