Vertreterversammlung 2017

Volksbank Bönen mit Geschäftsjahr 2016 zufrieden

Die Volksbank Bönen eG hat die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt und ist auch im Jahr 2016 weiter gewachsen. Dieses positive Fazit zogen der Aufsichtsratsvorsitzende und Versammlungsleiter Joachim Lüblinghoff sowie der Vorstandsvorsitzende Jürgen Müller am Mittwochabend (12. Juli) in ihren Ausführungen auf der Vertreterversammlung in der Aula im Marie-Curie-Gymnasium.
„Vor dem Hintergrund der allgemeinen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Erreichten und der damit verbundenen Festigung unserer Marktposition zufrieden“, bilanzierte Vorstandsvorsitzender Jürgen Müller auch im Namen seines Vorstandskollegen Oliver Drave.

Zahlen im Wachstum

„Mit 120 Jahren immer noch attraktiv und erfolgreich.“ Diese Aussage wird beim Blick in den Jahresbericht 2016 der Volksbank Bönen mit Leben gefüllt. Die wichtigsten Kennzahlen aus 2016 im Überblick: Die Bilanzsumme der Volksbank Bönen stieg im vergangenen Jahr um 3,0 Prozent auf rund 188 Millionen Euro. Sie gehört damit zwar nur „zu den kleineren Bankinstituten“ in Deutschland, sei jedoch was den Ertrag und die Entwicklung angeht, immer noch leicht oberhalb des Durchschnittes vergleichbarer Banken zuzurechnen, freute sich Müller zu berichten.
Die Kundenforderungen erhöhten sich zum Vorjahr um 3,6 Millionen Euro auf fast 127 Millionen Euro. Analog zum Vorjahr wurde die Anlage in Spar- und Sichteinlagen nachgefragt. Sie stiegen trotz Niedrigzinsphase um ca. 4 Millionen Euro auf über 140 Millionen Euro. Insgesamt verwaltet die Volksbank Bönen mehr als 338 Millionen Euro an Kundengeldern. Eingerechnet sind hier die Geldgeschäfte in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Bausparen, Versicherungen, Wertpapiere).
 

Sonderfaktoren maßgebend

Die Ertragslage wurde im Geschäftsjahr 2016 zwar durch einmalige Sonderfaktoren zu einem Großteil geprägt, ist aber insgesamt laut Vorstand, auch ohne diese Sonderfaktoren, als „zufriedenstellend“ zu bezeichnen. Die Rahmenbedingungen werden härter, nicht zuletzt durch höhere Anforderungen der Bankenaufsicht, die Geld und Personal immer stärker beanspruchen, beklagte Müller. „Geld mit Geld zu verdienen ist sehr schwierig geworden, da das Produkt Geld fast keinen Preis mehr besitzt“. Hohe Verwaltungsaufwendungen sowie ein rückläufiges Zins- und Provisionsergebnis lassen ein Betriebsergebnis vor Bewertung von knapp unter 1 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme zu. Ein im Vergleich mit anderen Banken immer noch ordentlicher Wert, so Müller. 

Zukunftssicherung vorantreiben

Trotzdem müssen Maßnahmen für die Zukunftssicherung und Selbstständigkeit der Bank ergriffen werden, die sich u.a. in der Zusammenlegung der Filialen Nordbögge und Altenbögge am Standort Altenbögge manifestieren. Weiterhin wird die Filiale an der Mühle zur Selbstbedienungsfiliale umstrukturiert, die Entwicklung des Raiffeisen-Karrees mit 18 hochwertigen Wohnungen vorangetrieben und das Modul „Genossenschaftliche Beratung“ eingeführt. „Wir haben sehr lange und intensiv miteinander Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen, aber unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit, Transparenz und Ehrlichkeit bedeuten alle anderen angedachten Lösungen nur die Weiterführung von defizitären Bereichen durch Querfinanzierung aus ertragsbringenden Geschäften", erläuterte Jürgen Müller die Beweggründe für die Filialoptimierungen. Im Vorfeld war im Rahmen einer sogenannten Kundenfrequenzanalyse ermittelt worden, wo, wann und welche Geschäfte getätigt werden.

Mitglieder dürfen sich über eine 6%-ige Dividende freuen

Für die Ergebnisverteilung verbleibt ein Bilanzgewinn von 363.474,92 Euro, der eine weitere Rücklagenstärkung und eine Dividende in Höhe von 6,0 Prozent für die Mitglieder sowie die Stärkung der Rücklagen ermöglicht. Dies sowie Neuwahlen zum Aufsichtsrat hatten die Vertreterinnen und Vertreter zu entscheiden. Wieder in das Kontrollgremium gewählt wurde Klaus Maaß.

40.000 Euro für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet

Regionalität, Ortsverbundenheit und Förderung von zahlreichen gemeinnützigen Aktivitäten – diese Merkmale werden seit vielen Jahren von den Menschen mit der Volksbank Bönen verbunden und sind nicht mehr voneinander zu trennen. So unterstützte die „Bank für Bönen“ im Jahr 2016 mit mehr als 40.000 Euro neben der Nachwuchsförderung in der Vereinsarbeit, den AWO-Kindergarten, die „Bürgerstiftung Förderturm“ und das Programm „Klasse 2000“, um nur einige Engagements im kulturellen und sozialen Bereich zu nennen.

12.07.2017