Vertreterversammlung 2018

Volksbank Bönen mit Geschäftsjahr 2017 zufrieden

Die Volksbank Bönen hat die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt und ist auch im Jahr 2017 weiter gewachsen. Dieses positive Fazit zogen der Aufsichtsratsvorsitzende und Versammlungsleiter Joachim Lüblinghoff sowie der Vorstandsvorsitzende Jürgen Müller am Mittwochabend (4. Juli) in ihren Ausführungen auf der Vertreterversammlung in der Aula im Marie-Curie-Gymnasium.
„Vor dem Hintergrund der allgemeinen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Erreichten und der damit verbundenen Festigung unserer Marktposition zufrieden“, bilanzierte Vorstandsvorsitzender Jürgen Müller auch im Namen seines Vorstandskollegen Oliver Drave.

Wachstumstrend fortgesetzt
„Mit 121 Jahren immer noch attraktiv und erfolgreich nach dem Motto: Aus der Region – für die Region.“ Diese Aussage wird beim Blick in den Jahresbericht 2017 der Volksbank Bönen mit Leben gefüllt. Die wichtigsten Kennzahlen aus 2017 im Überblick: Die Bilanzsumme der Volksbank Bönen stieg im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent auf gut 198 Millionen Euro. Sie gehört damit zwar nur „zu den kleineren Bankinstituten“ in Deutschland, sei jedoch was den Ertrag und die Entwicklung angeht, weiter auf einem guten Weg, freute sich Müller zu berichten.
Die Kundenforderungen erhöhten sich zum Vorjahr um 7,4 Millionen Euro auf mehr als 134 Millionen Euro. Analog zum Vorjahr wurde die Anlage in Spar- und Sichteinlagen nachgefragt. Sie stiegen trotz Niedrigzinsphase um 7 Millionen Euro auf rund 148 Millionen Euro. Insgesamt verwaltet die Volksbank Bönen mehr als 366 Millionen Euro an Kundengeldern. Eingerechnet sind hier die Geldgeschäfte in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Bausparen, Versicherungen, Wertpapiere).

Ordentliches Betriebsergebnis
Die Ertragslage im Geschäftsjahr  2017 stellte sich als gut „zufriedenstellend“ dar. Die Rahmenbedingungen werden härter, nicht zuletzt durch höhere Anforderungen der Bankenaufsicht, die Geld und Personal immer stärker beanspruchen, beklagte Müller. Unter dem Stichwort MIFID II veranschaulichte der Vorstandsvorsitzende den Vertretern in allgemein verständlicher Form die Problematik, mit der Bank und Mitarbeiter täglich zu kämpfen haben. Hohe Verwaltungsaufwendungen sowie ein rückläufiges Zins- und Provisionsergebnis lassen ein Betriebsergebnis vor Bewertung von knapp unter 0,9 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme zu. Ein im Vergleich mit anderen Banken immer noch ordentlicher Wert, so Müller.

Raiffeisen-Karree nimmt Fahrt auf
Zur Weiterentwicklung der Bank wurden Maßnahmen umgesetzt, die sich u.a. in der Zusammenlegung der Filialen Nordbögge und Altenbögge am Standort Altenbögge manifestierten. Die Filiale an der Mühle wurde zur Selbstbedienungsfiliale umstrukturiert, die Entwicklung des Raiffeisen-Karrees mit 18 hochwertigen Wohnungen incl. Tiefgarage vorangetrieben, das Modul „Genossenschaftliche Beratung“ eingeführt und die neue Online-Geschäftsstelle implementiert.

5,0 Prozent Dividende werden ausgeschüttet
Für die Ergebnisverteilung verbleibt ein Bilanzgewinn von 362.525,34 Euro, der eine weitere Rücklagenstärkung und eine Dividende in Höhe von 5,0 Prozent für die Mitglieder sowie die Stärkung der Rücklagen ermöglicht. Dies sowie Neuwahlen zum Aufsichtsrat hatten die Vertreterinnen und Vertreter zu entscheiden. Wieder in das Kontrollgremium gewählt wurden Joachim Lüblinghoff und Heinz-Herbert Bennemann.

43.000 Euro an örtliche Vereine
Regionalität, Ortsverbundenheit und Förderung von zahlreichen gemeinnützigen Aktivitäten – diese Merkmale werden seit vielen Jahren von den Menschen mit der Volksbank Bönen eG verbunden und sind nicht mehr voneinander zu trennen. So unterstützte die „Bank für Bönen“ im Jahr 2017 mit mehr als 43.000 Euro neben der Nachwuchsförderung in der Vereinsarbeit, die Onleihe24 der Gemeindebücherei, das Programm „Klasse 2000“ und die Jugendfeuerwehr von Bönen, um nur einige Engagements im kulturellen und sozialen Bereich zu nennen.

Weltmeisterlicher Ausklang
Zum Abschluss der Vertreterversammlung referierte Prof. Dr. Metin Tolan, passend zur WM in Russland, über das Thema: „So wird man Weltmeister! Die Physik des Fußballspiels“. Dabei wurden einige fragwürdige Fußballtechniken enthüllt und auf humorvolle Weise wissenschaftlich widerlegt. Und ganz zur Freude der zahlreichen deutschen Fans erklärte der Physiker warum Deutschland eigentlich hätte auch in diesem Jahr Weltmeister werden müssen.

05.07.2018